Zuletzt aktualisiert am: 25.04.2026
Tretmann Walking Pad Test: Unser Praxisbericht nach 4 Wochen
Nach dem KUIPERS K1 und dem KUIPERS R2 lag jetzt das Tretmann Walking Pad bei uns. Und noch bevor ich es aufgebaut hatte – was ohnehin entfällt, denn es ist sofort einsatzbereit – war ich gespannt auf eine Frage: Was bekommt man für unter 150 Euro wirklich? Meine Erwartung war gedämpft. Sarah und ich haben das Gerät vier Wochen lang getestet, bei über 15 Einheiten, im Homeoffice und abends vor dem Fernseher. Hier kommt unser ehrlicher Tretmann Walking Pad Test.

📋 Transparenz & Offenlegung
Das Tretmann Walking Pad wurde Sport-Labor für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer vergüteten Kooperation mit Tretmann. Sport-Labor hat bereits mehrere Laufbänder getestet, darunter den Kuipers K1 und den Kuipers R2. Die Bewertung basiert ausschließlich auf eigener Nutzung über vier Wochen – einschließlich kritischer Punkte.
Das Gerät auf einen Blick – was Tretmann verspricht
Herstellerangaben im Überblick
Was Tretmann selbst angibt – hier kompakt zusammengefasst, bevor wir auf unsere eigenen Erfahrungen (in Klammer) eingehen:
- Lauffläche: laut Hersteller ca. 100 × 38 cm (wir haben ca. 101 × 38 cm gemessen)
- Gesamtmaße: laut Hersteller ca. 125 × 51 × 11 cm (wir: ca. 128 × 51 × 11 cm)
- Belastbarkeit: bis 150 kg – Herstellerangabe
- Motorleistung: bis zu 2,5 PS Spitzenleistung – Herstellerangabe
- Neigung: 10 % laut Hersteller (unsere Berechnung: ca. 15°)
- Lautstärke: 30 dB laut Tretmann – dazu gleich mehr unten
- App-Anbindung: FitShow App, kompatibel mit Kinomap und Zwift
- Plug & Play: kein Aufbau notwendig
- Technologie: 5-Lagen-Konzept, Hybrid-Dämpfertechnologie, BandFix-Zentriersystem – so die Hersteller-Claims
Ob die Angaben in der Praxis standhalten, zeigen die nächsten Abschnitte.
Aktuellen Preis auf Amazon prüfen →
Affiliate-Link
Lieferung, erster Eindruck und Inbetriebnahme
Die Verpackung war sauber und sicher. Alle Teile des Lieferumfangs waren dabei – inklusive Silikonöl, Werkzeug zum Spannen und Zentrieren des Gurtes und, was mich wirklich überrascht hat: bei der Fernbedienung lagen die 2 AAA-Batterien direkt mit dabei. Kleines Detail, das zeigt, dass jemand mitgedacht hat.
Was sofort auffiel: Die Bedienungsanleitung ist auf Deutsch – und zwar keine schnell übersetzte Beipack-Version, sondern eine, die offensichtlich mit Sorgfalt erstellt wurde. Es gibt Trainingshinweise, klare Erklärungen, nichts Kryptisches. Das bin ich von anderen Geräten in dieser Preisklasse nicht gewohnt.
Direkt nach dem Auspacken hat es kurz nach Kunststoff gerochen – das war nach wenigen Minuten vorbei. Aufbau gibt es keinen: Stromkabel rein, Batterien in die Fernbedienung, starten. Einziger Hinweis: Das Stromkabel fällt etwas kurz aus. Wer das Gerät mitten im Raum nutzen möchte, wird ein Verlängerungskabel brauchen. Außerdem lässt sich das Kabel nur bei leicht angehobenem Gerät einstecken – konstruktionsbedingt, aber etwas fummelig.
Beim ersten Einschalten gab es ein dumpfes, sich wiederholendes Klopfgeräusch. Ich habe direkt den Support kontaktiert – Antwort kam schnell. Ursache: Die Klebeverbindung des Laufgurts kann anfangs noch minimal uneben sein, das gibt sich. Beim zweiten Einsatz war das Geräusch tatsächlich weg.
Maße, Gewicht und Handling im Alltag
Wir haben nachgemessen: Das Gerät ist ca. 128 cm lang, 51 cm breit, 11 cm hoch. Die Lauffläche beträgt ca. 101 × 38 cm. Das Gewicht haben wir mit einer Körperwaage ermittelt (Differenzmethode): ca. 21 kg.
Die Transportrollen sitzen an der Stirnseite. Anfangs waren sie etwas schwergängig – lassen sich aber mit einem Inbusschlüssel lösen. Danach ist das Gerät leicht verschiebbar. Es lässt sich sowohl seitlich als auch hochkant aufstellen, passt also unter Sofa oder Bett.
Alltagstauglichkeit beim Verstauen: 7/10. Transport im Haushalt: 7/10. Kein klappbarer Mechanismus – ich vermisse ihn nicht, aber wer auf maximale Platzeinsparung angewiesen ist, sollte das einkalkulieren.

Bedienung, Display und App
Das Display zeigt alle Werte gleichzeitig – Geschwindigkeit, Zeit, Distanz, Schritte – und wechselt nicht abwechselnd wie beim Kuipers K1. Das klingt nach Kleinigkeit, macht im Alltag aber einen Unterschied.
Die Fernbedienung ist intuitiv. Start und Stopp reagieren ohne Verzögerung. Wenn man pausiert, fährt das Gerät auf 0 km/h herunter. Nimmt man das Laufen wieder auf, startet es bei 0,8 km/h – man muss also manuell auf die vorherige Geschwindigkeit hochstellen. Beim Kuipers K1 springt es direkt auf die vorherige Geschwindigkeit zurück. Beides hat seine Logik; welches besser ist, ist Geschmackssache.
Die FitShow-App verbindet sich per Bluetooth einwandfrei. Laut Hersteller ist auch Kompatibilität mit Kinomap und Zwift vorhanden. Die App bietet virtuelle Strecken, Trainingsprogramme und Community-Funktionen. Wer das nutzen will: es funktioniert problemlos. Wer lieber ohne App läuft: auch das geht.
Eine Safety-Key-Funktion gibt es nicht. Bei Walking-Geschwindigkeiten ist das in unseren Augen kein kritisches Fehlen.


Praxistest – Walking Pad im Homeoffice und vor dem Fernseher
70 % unserer Einheiten haben wir im Homeoffice absolviert, 30 % abends beim Fernsehen. Der Einsatz unter einem höhenverstellbaren Schreibtisch funktioniert sehr gut – die Gerätetiefe passt, und das Display ist gut sichtbar.
Ein ehrlicher Hinweis für alle, die das erste Mal auf einem Walking Pad arbeiten wollen: Am Anfang bewegen sich die Hände mit. Das ist normal und legt sich nach einer Einheit. Danach entkoppelt der Körper die Bewegung, und Tippen sowie Maus-Bedienung laufen ohne Probleme. Diesen Lerneffekt sollte man einplanen – und nicht frustriert sein, wenn es beim ersten Mal noch nicht rund läuft.
Die Neigungsfunktion ist ein echter Mehrwert in dieser Preisklasse. Beim flachen Laufen ist die Anstrengung deutlich geringer als beim Kuipers K1, der eine minimale Grundneigung hat. Mit aktivierter Neigung beim Tretmann merkt man den Unterschied: Die hintere Muskelkette – Oberschenkelrückseite, Waden, Gesäß – wird stärker aktiviert.
Die Lauffläche ist für beide Tester lang genug. In der Breite liegt das Tretmann etwa 3 cm unter dem Kuipers K1. Das merkt man, wenn man von einem breiteren Gerät kommt. Wer direkt mit dem Tretmann einsteigt, wird das gar nicht bemerken.

Lautstärke im Test – Herstellerclaim vs. eigene Messung
Tretmann gibt 30 dB als Lautstärke an. Das klingt verlockend, lässt sich aus unserer Erfahrung aber nicht bestätigen. Bei maximaler Geschwindigkeit von 6 km/h haben wir per Mess-App ca. 70–80 dB gemessen. Das entspricht in etwa dem Niveau des Kuipers K1 und R2 – also keiner der drei ist besonders leise.
Was das bedeutet: Wohnzimmertauglich ist das Gerät definitiv. Mit Noise-Cancelling-Kopfhörern stört es gar nicht. Wer allerdings auf Basis des Lautstärke-Claims entscheidet und 30 dB erwartet, wird überrascht sein. Wir empfehlen, den Claim als Marketing-Aussage einzuordnen.
Laufgefühl, Dämpfung und Sicherheit
Das Laufen fühlt sich natürlich an. Die Dämpfung würden wir auf einer Skala von niedrig/mittel/hoch als mittel einordnen – kein Wolkengefühl, aber auch kein harter Untergrund. Für Dirk (95 kg) und Sarah (65 kg) gleichermaßen angenehm.
Das Gerät steht sicher. Auch bei aktivierter Neigung gab es keine Wackler. Ab ca. 30 Minuten Dauerbetrieb wird der Laufgurt warm – das ist technisch normal, für Barfuß-Läufer aber gut zu wissen. Menschen über 2 Meter könnten an die Grenzen der Lauffläche stoßen. Dirk mit 1,90 m hatte kein Problem.
Laufgefühl: 8/10 | Dämpfung: 7/10 | Sicherheit: 9/10

Vergleich mit Kuipers K1 und Kuipers R2
Wir haben sowohl den Kuipers K1 als auch den Kuipers R2 bereits ausführlich im Sport-Labor getestet. Hier ist unsere direkte Einordnung:
| Kategorie | Tretmann Walking Pad | Kuipers K1 | Kuipers R2 |
|---|---|---|---|
| Homeoffice-Tauglichkeit | ✅ Sehr gut | ✅ Sehr Gut | nicht geeignet |
| Lautstärke (gemessen) | 70–80 dB | vergleichbar | vergleichbar |
| Verstauen / Platzbedarf | Seitlich + hochkant | seitlich + hochkant | hochkant |
| Trainingscharakter | Flat + 1 Neigung (~15°) | minimale Neigung | 3 Neigungsstufen |
| Lauffläche | ca. 101 × 38 cm | ca. 105 × 41 cm | ca. 108 × 42 cm |
| Preis-Leistung | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ |

Vergleichsfazit – für wen ist welches Gerät sinnvoll?
Das Tretmann Walking Pad liegt näher am Kuipers K1 als am R2 – aber bei deutlich niedrigerem Preis. Damit ist die Zielgruppe klar anders definiert.
Tretmann – richtig für:
- Einsteiger, die unter 150 Euro bleiben wollen
- Homeoffice-Nutzer mit höhenverstellbarem Schreibtisch
- Wer eine Neigungsoption will, aber kein Budget für das R2 hat
- Preis-Leistung wichtiger als Optik oder Material
Kuipers K1 – richtig für:
- Wer Wert auf Holzrahmen und höhere Materialanmutung legt
- Wer beim Pause-Fortsetzen direkt auf die Ausgangsgeschwindigkeit zurückwill
- Wer die etwas breitere Lauffläche bevorzugt
Kuipers R2 – richtig für: Wer drei wählbare Neigungsstufen und ein richtiges Trainingsgerät fürs Joggen benötigt.
Bewertung im Überblick
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Aufbau und Inbetriebnahme | 9/10 |
| Bedienung | 9/10 |
| Verarbeitung | 7/10 |
| Lautstärke | 6/10 |
| Laufgefühl | 7/10 |
| Alltagstauglichkeit | 8/10 |
| Platzbedarf | 8/10 |
| Preis-Leistung | 10/10 |
| Gesamt | 8/10 |
Vorteile und Nachteile
✅ Vorteile
- Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
- Neigungsfunktion bereits im Basispreis
- Plug & Play – sofort einsatzbereit
- Hochwertige deutsche Bedienungsanleitung
- Schneller, freundlicher Kundendienst (selbst getestet)
❌ Nachteile
- Stromkabel etwas kurz, Anschluss leicht fummelig
- Kein klappbarer Mechanismus
- 30-dB-Claim nicht realistisch (70–80 dB gemessen)
- Lauffläche ~3 cm schmaler als Kuipers K1
- Kunststoffrahmen – keine Holzoptik
Wenn du dir das Tretmann Walking Pad jetzt genauer ansehen möchtest, kannst du hier den aktuellen Preis und die Verfügbarkeit auf Amazon prüfen →
Affiliate-Link
Häufige Fragen (FAQ)
Ist das Tretmann Walking Pad wirklich so leise wie angegeben?
Nein. Tretmann gibt 30 dB an. In unserem Test haben wir bei 6 km/h ca. 70–80 dB gemessen – das ist für Wohnzimmer und Homeoffice akzeptabel, entspricht aber nicht dem beworbenen Wert. Mit Noise-Cancelling-Kopfhörern stört die Lautstärke kaum.
Ist das Tretmann Walking Pad für große Personen geeignet?
Laut Hersteller für Personen bis 2 Meter geeignet. Im Test hatte Dirk mit 1,90 m keinerlei Probleme. Menschen über 2 Meter könnten an die Lauffläche stoßen.
Wie gut funktioniert das Walking Pad im Homeoffice?
Sehr gut. Das Gerät läuft leise genug für call-freie Arbeitsphasen, lässt sich problemlos unter höhenverstellbaren Schreibtischen nutzen und ist sofort startbereit. Zu Beginn braucht es eine kurze Gewöhnungsphase, bis Hände und Laufen entkoppelt sind – das ist nach einer Einheit erledigt.
Wie schneidet das Tretmann Walking Pad im Vergleich zum Kuipers K1 ab?
Das Tretmann ist näher am Kuipers K1 als am R2. Unterschiede: Das Tretmann hat eine Neigungsoption (K1 nicht), eine etwas schmalere Lauffläche und einen Kunststoffrahmen (K1 hat Holzrahmen). Im Preis liegt das Tretmann deutlich darunter.
Wie lange dauert die Inbetriebnahme?
Unter fünf Minuten. Kein Aufbau nötig. Stromkabel einstecken, Batterien in die Fernbedienung, starten. Plug & Play funktioniert wie versprochen.
Lohnt sich das Tretmann Walking Pad für Einsteiger?
Ja. Das Tretmann ist eines der wenigen Walking Pads unter 150 Euro mit Neigungsoption, App-Anbindung und einem seriösen Kundendienst. Wer kein Premium-Gerät braucht, aber auch keinen Billigschrott, trifft hier eine gute Wahl.
Fazit
Der Tretmann Walking Pad Test hat mich ehrlich überrascht. Wer nach dem Kuipers K1 und R2 ein Gerät für unter 150 Euro in die Hand nimmt, kommt mit reduzierten Erwartungen – und genau dort schlägt das Tretmann über seine Gewichtsklasse.
Die Neigungsfunktion ist ein echter Mehrwert, den es in dieser Preisklasse nicht überall gibt. Die Bedienungsanleitung ist eine der besten, die ich bei einem Test je gesehen habe. Der Kundendienst war erreichbar und hilfsbereit – selbst an einem Freitagnachmittag. Die Verarbeitung ist für das Preissegment sauber.
Was bleibt: Der 30-dB-Claim ist nicht haltbar. Das Stromkabel ist etwas kurz. Und wer auf Holzrahmen oder mehrere Neigungsstufen besteht, muss mehr Geld ausgeben.
Das Tretmann Walking Pad ist ein solides Alltagsgerät für Homeoffice-Nutzer und alle, die zuhause mehr Bewegung wollen – ohne Budget für Premium-Modelle. Wer das versteht und erwartet, wird nicht enttäuscht.
📊 SCHNELL-EINORDNUNG FÜR KÄUFER
- Das Tretmann Walking Pad ist ein solides Einstiegsgerät für unter 150 Euro – mit Neigungsfunktion, App-Anbindung und einer Verarbeitung, die für diesen Preispunkt überrascht.
- Im vierwöchigen Praxistest hat das Gerät sowohl im Homeoffice als auch beim Fernsehen zuverlässig funktioniert – für Dirk (95 kg, 1,90 m) und Sarah (65 kg, 1,80 m).
- Die beworbenen 30 dB Lautstärke sind im Test nicht haltbar: Bei 6 km/h wurden 70–80 dB gemessen – wohnzimmertauglich, aber kein Flüstergerät.
- Das Tretmann eignet sich besonders für Einsteiger, Homeoffice-Nutzer und alle, die unter 150 Euro bleiben wollen, aber trotzdem eine Neigungsoption wünschen.
- Im Vergleich zum Kuipers K1 liegt das Tretmann näher an dessen Niveau als an einem No-Name-Gerät – bei deutlich niedrigerem Preis.
🛒 Tretmann Walking Pad kaufen
Du hast Lust bekommen, das Tretmann Walking Pad selbst auszuprobieren? Aktuellen Preis und Verfügbarkeit direkt auf der Amazon-Produktseite checken.
* Affiliate-Link: Kaufst du über diesen Link, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten.
Schreibe einen Kommentar