EMS-Training ist seit einigen Jahren ein großer Trend im Fitnessbereich. Besonders spannend finde ich die Idee, dass man mit einem speziellen Anzug und elektrischer Muskelstimulation in nur etwa 20 Minuten ein komplettes Training absolvieren kann.
Als ich zum ersten Mal davon gehört habe, war ich allerdings ziemlich skeptisch.
Ich hatte etwa vor drei Jahren zum ersten Mal über eine Internetrecherche von EMS-Training gelesen. Die Versprechen klangen fast zu gut, um wahr zu sein: intensives Ganzkörpertraining, wenig Zeitaufwand und sichtbare Ergebnisse.
Mein erster Gedanke war ehrlich gesagt:
„Wie soll das bitte funktionieren?“
Normalerweise dauert ein Training im Fitnessstudio für Muskelaufbau 30 bis 45 Minuten oder länger. Wie soll ein Anzug den Körper in nur 20 Minuten so stark stimulieren, dass sich Muskeln entwickeln?
Genau deshalb wollte ich das Ganze einmal selbst ausprobieren.

Was ist EMS-Training zuhause?
EMS steht für Elektromyostimulation. Dabei werden Muskeln nicht nur durch klassische Übungen aktiviert, sondern zusätzlich durch elektrische Impulse stimuliert. Laut Informationen der AOK wird beim EMS-Training elektrische Muskelstimulation genutzt, um Muskeln zusätzlich zur Bewegung zu aktivieren.
Diese Impulse werden über Elektroden im Trainingsanzug an verschiedene Muskelgruppen abgegeben.
Das Training selbst besteht aber nicht nur aus Impulsen – man führt gleichzeitig ganz normale Übungen aus, zum Beispiel:
- Squats
- Planks
- Liegestütze
- Rudern
- Core-Übungen
Durch die elektrischen Impulse ziehen sich die Muskeln stärker zusammen als bei normalen Bewegungen allein.

Viele Anbieter empfehlen Einheiten von etwa 20 Minuten ein- bis zweimal pro Woche. Studien zeigen tatsächlich, dass EMS-Training bei regelmäßiger Anwendung positive Effekte auf Muskelkraft und Körperzusammensetzung haben kann.
Trotzdem ersetzt EMS kein klassisches Krafttraining vollständig – es ist eher eine Ergänzung.
Meine Erfahrungen mit EMS-Training zuhause
Ich habe EMS-Training über einen Zeitraum von 12 Wochen getestet und dabei ungefähr 15 Trainingseinheiten absolviert.
Dabei habe ich vor allem ein Ganzkörpertraining durchgeführt. Die Übungen waren ähnlich wie im normalen Training, nur dass zusätzlich elektrische Impulse eingesetzt wurden.
Zum Beispiel:
- Squats
- Planks
- Liegestütze
- Rudern
Das erste Training war ehrlich gesagt ziemlich heftig.
Ich hatte die Intensität der Elektroden zu hoch eingestellt. Dadurch war die Muskelstimulation deutlich stärker als erwartet.
Das war eine gute Lektion.
Wenn du EMS-Training ausprobierst, solltest du die Intensität immer langsam steigern und dich Schritt für Schritt an dein persönliches Level herantasten.

Nach den ersten Einheiten hat sich der Körper schnell daran gewöhnt. Schon beim zweiten Training hatte ich das Gefühl:
„Okay, das funktioniert wirklich.“ Wenn dich interessiert, wie sich ein konkretes System im Alltag schlägt, habe ich meine Eaglefit Erfahrung nach 12 Wochen Training in einem eigenen Artikel ausführlich beschrieben.
Die 20 Minuten fühlen sich deutlich intensiver an als man zunächst denkt.
Schwitzt man beim EMS-Training?
Viele fragen sich, ob man bei einem 20-Minuten-Training überhaupt ins Schwitzen kommt.
Die Antwort ist eindeutig: Ja.
Auch wenn das Training relativ kurz ist, ist die Belastung überraschend intensiv.
Nach meinen Einheiten war ich meistens deutlich verschwitzt.
Der Trainingsanzug lässt sich allerdings problemlos reinigen, da er in einem speziellen Wäschesack gewaschen werden kann.
Vorteile von EMS-Training zuhause
Nach mehreren Wochen Training haben sich für mich einige klare Vorteile gezeigt.
1. Enorme Zeitersparnis
Der größte Vorteil ist eindeutig die Zeit.
Eine Trainingseinheit dauert nur etwa 20 Minuten.
Selbst mit Anziehen und Duschen ist man in etwa 30 Minuten fertig.
Gerade wenn man einen vollen Alltag hat, ist das extrem praktisch.
2. Gelenkschonendes Training
EMS-Training ist vergleichsweise gelenkschonend, weil man mit weniger Gewicht arbeitet.
Das kann besonders interessant sein für Menschen, die:
- Probleme mit Gelenken haben
- ihr Training ergänzen möchten
3. Intensives Muskelgefühl
Ein weiterer Vorteil ist das Muskelgefühl während des Trainings.
Die elektrische Stimulation sorgt dafür, dass die Muskeln sehr stark aktiviert werden.
Nach einigen Einheiten hatte ich regelmäßig Muskelkater – allerdings einen etwas anderen als nach klassischem Krafttraining.
4. Gute Ergänzung zum normalen Training
Für mich persönlich ersetzt EMS mein Training nicht komplett.
Ich trainiere weiterhin klassisch mit Gewichten, gehe joggen und nutze auch meinen Ruderergometer.
EMS ist für mich eher eine Ergänzung zum Training, besonders an Tagen, an denen ich wenig Zeit habe.
Nachteile von EMS-Training
Natürlich gibt es auch ein paar Dinge, die man beachten sollte.
1. Das Training kann am Anfang sehr intensiv sein
Wie ich selbst erlebt habe, kann das erste Training ziemlich intensiv werden.
Wenn man die Elektroden zu stark einstellt, kann das Training schnell unangenehm werden.
Deshalb ist es wichtig, sich langsam an die Intensität heranzutasten.
2. Der Preis
EMS-Trainingssysteme für zuhause sind nicht günstig.
Viele Geräte kosten mehrere tausend Euro.
Im Vergleich zu regelmäßigen EMS-Studio-Sessions kann sich die Investition allerdings relativ schnell lohnen.
EMS-Training vs Fitnessstudio
Eine häufige Frage ist, ob EMS-Training das Fitnessstudio ersetzen kann.
Meine Antwort ist:
Jein.
Wenn dein Ziel maximaler Muskelaufbau ist, bleibt klassisches Krafttraining mit Gewichten die effektivste Methode. Auch sportwissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass EMS-Training zwar effektiv sein kann, jedoch nicht grundsätzlich besser ist als klassisches Krafttraining.
Für Menschen, die fit bleiben wollen und wenig Zeit haben, kann EMS aber eine sehr interessante Alternative sein.
Gerade als Ergänzung zum Training funktioniert EMS meiner Erfahrung nach sehr gut.
Welche EMS-Geräte gibt es für zuhause?
EMS-Training war lange Zeit vor allem aus Studios bekannt.
Inzwischen gibt es aber auch verschiedene Systeme für zuhause.
Diese unterscheiden sich vor allem in:
- Anzahl der Elektroden
- Trainingsprogramme
- Bedienung per App
Viele Hersteller bieten mittlerweile komplette Ganzkörper-EMS-Systeme an, mit denen man zuhause trainieren kann.

Für Einsteiger kann EMS eine gute Möglichkeit sein, mit kurzen Trainingseinheiten regelmäßig aktiv zu bleiben.
Fortgeschrittene können EMS dagegen als Ergänzung zu ihrem bestehenden Training nutzen.
In meinen Tests habe ich unter anderem das Eaglefit EMS Connect System ausprobiert, das ein vollständiges Ganzkörpertraining zuhause ermöglicht. Eine Alternative ist das Eaglefit EMS Pro System, das besonders viele Elektroden für ein intensives Ganzkörpertraining bietet.
Wenn du wissen möchtest, welches System besser ist, findest du hier meinen Vergleich zwischen EMS Connect und EMS Pro.
Mein Fazit zu EMS-Training zuhause
Nach meinem Test über mehrere Wochen kann ich sagen: EMS-Training zuhause funktioniert tatsächlich.
Besonders überzeugt hat mich die Zeitersparnis.
Eine Trainingseinheit dauert nur etwa 20 Minuten, kann aber trotzdem sehr intensiv sein.
Für Menschen mit wenig Zeit oder als Ergänzung zum klassischen Training ist EMS eine interessante Option.
Wenn du allerdings gezielt sehr viel Muskelmasse aufbauen möchtest, solltest du weiterhin auf klassisches Krafttraining setzen.
EMS ist in meinen Augen kein Ersatz für jedes Training – aber eine sehr praktische Ergänzung.
Wenn du ein EMS-System kaufen möchtest, kannst du aktuell mit meinem Eaglefit Rabattcode etwa 10 % sparen.
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