Werbung: Bezahlte Kooperation mit Tretmann. Ich durfte das Speedbike behalten, einen Rabattcode gibt es nicht. Links mit Sternchen (*) sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalte ich eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Mein Urteil ist davon unabhängig. Stand: 05.11.2026.
Das Tretmann Rapid Speedbike kostet 259,99 € und ist damit ein klassisches Einsteigergerät. Die Frage, die ich im Test beantworten wollte: Reicht ein Speedbike für rund 260 € für den Anfang, oder brauchst du ein teureres? Meine kurze Antwort: Es reicht. Mit dem Geld machst du wirklich nichts kaputt.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Urteil: Klare Kaufempfehlung für Einsteiger. Leise, stabil und für rund 260 € ohne nennenswerte Schwächen im Alltag.
- Lautstärke: Beim Treten nur etwa 5 dB über der Raumlautstärke (ca. 47 dB im Raum, ca. 52 dB beim Fahren, Smartphone-App).
- Fahrgefühl: Trotz nur 5,5 kg Schwungmasse kein Ruckeln am toten Punkt, stabil auch im Wiegetritt mit 95 kg.
- Aufbau: Allein machbar, Antriebseinheit vormontiert, ich habe in Ruhe rund 45 Minuten gebraucht.
- Schwächen: Keine Wattanzeige, keine Skala am Widerstandsdrehrad, Pulssensoren nur mit feuchten Händen, Kalorienanzeige rund 20 % unter meiner Apple Watch.
- Nicht geeignet, wenn du nach Watt trainieren willst, einen exakt reproduzierbaren Widerstand brauchst oder lieber aufrecht sitzt.
Das Tretmann Rapid Speedbike im Überblick
Das Tretmann Rapid ist ein Speedbike mit manueller Magnetbremse und Riemenantrieb für das Training zuhause. In der Tabelle stehen die Herstellerangaben links, meine eigenen Messungen und Beobachtungen rechts.
| Merkmal | Herstellerangabe | Eigener Test |
|---|---|---|
| Preis | 259,99 €, derzeit nur über Amazon | Stand 05.11.2026 |
| Bremse | Magnetbremse, stufenlos, 5 Neodym-Magnete | Drehrad ohne Skala, ca. 2 Umdrehungen von leicht bis schwer |
| Antrieb | nicht angegeben | Riemen |
| Schwungmasse | 5,5 kg | kein Ruckeln am toten Punkt |
| Lautstärke | 32 dB (1 m Abstand, 50 % Widerstand, 80 U/min, Umgebung 25 dB(A)) | ca. 47 dB im Raum, ca. 52 dB beim Treten (Smartphone-App, nicht kalibriert) |
| Maße (L × B × H) | 95 × 53 × 125 cm (Datenblatt), Produktseite nennt 100 cm Länge | Stellfläche der Standfüße ca. 92 × 52 cm, Gesamtlänge ca. 107 cm, Höhe ca. 125 cm |
| Gewicht | 28 kg | Karton allein tragbar |
| Max. Nutzergewicht | 200 kg, DEKRA belastungsgeprüft | stabil im Wiegetritt mit 95 kg |
| Körpergröße | 1,55 bis 2,10 m | bei 1,90 m Sattel auf Stufe 9 |
| Sattelhöhe (Sattel bis Pedal unten) | – | ca. 71,5 cm (Stufe 1) bis ca. 99,5 cm (oberste Stufe „STOP“) |
| Pedalabstand (außen) | – | 38 cm |
| Display | Zeit, Geschwindigkeit, Distanz, Kalorien, Puls, Trittfrequenz | Trittfrequenz nur als Balken, keine Wattanzeige |
| Apps | Bluetooth: FitShow (kostenlos), Kinomap und Zwift (kostenpflichtig) | Kopplung mit allen dreien ohne Probleme |
| Garantie | 3 Jahre, 100 Tage Rückgaberecht, zusätzlich 30-Tage-Versprechen | – |
| Stromversorgung | 2 × AAA-Batterien | – |
So habe ich getestet
Das Bike steht seit mehreren Wochen in unserem Wohnzimmer auf Parkett. In dieser Zeit sind wir drei Trainingseinheiten darauf gefahren, die längste dauerte rund 50 Minuten. Dazu kamen Termine ohne Training, an denen ich gemessen und geprüft habe: Lautstärke, Widerstand, Notbremse, App-Kopplung, Maße und Verstellbereiche.
- Tester: Ich bin Dirk, Diplom-Ingenieur Maschinenbau, 1,90 m groß, 95 kg schwer, Innenbeinlänge 90 cm, Schuhgröße 46/47.
- Lautstärke: Smartphone-App auf dem Tablethalter, nicht kalibriert. Die Werte taugen für den Vergleich Raum gegen Fahren, nicht als Laborwert.
- Puls und Kalorien: Vergleich mit meiner Apple Watch. Sie misst optisch und ist selbst kein Referenzgerät.
- Maße: Maßband, gemessen am aufgebauten Bike.
- Herstellerangaben: Produktseite, Anleitung, Datenblatt sowie Rückfragen an Tretmann per Telefon und WhatsApp. Was ich nicht selbst prüfen konnte, kennzeichne ich als Herstellerangabe.
Zur Langlebigkeit kann ich nach dieser Zeit noch nichts sagen. Kommen weitere Einheiten dazu, ergänze ich den Bericht.
Lieferung und Aufbau: allein in rund 45 Minuten
Der Aufbau des Tretmann Rapid gelingt allein, auch ohne Erfahrung. Der Karton kam stabil und unbeschädigt an, alles war sauber verpackt und der Lieferumfang vollständig. Den Karton konnte ich allein tragen.

Hauptrahmen, Schwungrad und Antrieb kommen vormontiert. Standfüße, Sattelstütze, Sattel, Lenker, Display und Pedale schraubst du selbst an. Tretmann nennt ca. 15 Minuten, ich habe mir Zeit gelassen und gewissenhaft gearbeitet, nach rund 45 Minuten war das Bike fahrbereit. Beim Anschrauben der Standfüße ist eine helfende Hand praktisch, nötig ist sie nicht.

Das mitgelieferte Werkzeug reicht für den kompletten Aufbau und ist ordentlich. Alle Bohrungen und Schrauben passten ohne Nacharbeit, nichts verkantete. Achte bei den Pedalen auf die Seite: Die Kurbel ist mit „R“ für rechts markiert.


Die Anleitung ist für mich ein Maßstab: deutschsprachig, Schritt für Schritt bebildert und mit Hinweisen zur Einstellung von Sattel, Lenker und Pedalen. Das kenne ich schon vom Tretmann Walking Pad. Über einen QR-Code in der Anleitung findest du außerdem ein Erklärvideo von Tretmann zu Lieferumfang, Aufbau, Einstellung, Display und App-Kopplung.

Einstellung und Sitzposition: Passt das Rapid auch großen Fahrern?
Bei 1,90 m Körpergröße und 90 cm Innenbeinlänge fahre ich den Sattel auf Stufe 9 und den Lenker auf Stufe 5. Darüber gibt es noch Stufe 10 und eine letzte Stufe bis zur Markierung „STOP“. Der Lenker hat bei mir noch Reserve.

Tretmann gibt 1,55 bis 2,10 m Körpergröße an. Laut Hersteller ist das nicht durch Tests bis 2,10 m belegt, der größte bekannte Fall war 2,03 m. Maßgeblich ist nicht die Körpergröße, sondern die Innenbeinlänge. Wenn du größer bist oder lange Beine hast, miss deine Innenbeinlänge und vergleiche sie mit dem Verstellbereich: Sattel bis Pedal unten ca. 71,5 cm auf Stufe 1 und ca. 99,5 cm auf der obersten Stufe (selbst gemessen).

Sattel und Lenker werden mit Klemmknauf und Schraube fixiert, die Höhenstufen sind ablesbar. Mein erster Eindruck „wackelt“ war ein Bedienfehler: Ich hatte nach dem Verstellen nicht wieder festgezogen. Danach saß alles bombenfest. Den Sattel kannst du zusätzlich vor und zurück schieben und in der Neigung verstellen, den Lenker nur in der Höhe.
Tipp: Wenn du auf dem Sattel nach vorn rutschst, löst du die Schraube unter dem Sattel kurz mit einem Sechskantschlüssel, stellst den Sattel gerade und ziehst wieder fest.

Den Abstand zwischen Sattel und Lenker habe ich ebenfalls gemessen: ab der Sattelaufnahme ca. 60 cm, ab der Sitzposition der Sitzbeinhöcker ca. 67 cm und ab der Sattelhinterkante ca. 72 cm. Tretmann wirbt mit einem 4 cm längeren Sitz-Lenker-Abstand als üblich. Ohne Vergleichsbike kann ich das nicht prüfen, die Haltung passt mir aber gut.
Fahrgefühl und Widerstand: Reichen 5,5 kg Schwungmasse?
Ja, im Test haben mir die 5,5 kg gereicht. Markttüblich sind eher 12 bis 22 kg, deshalb habe ich gezielt auf den toten Punkt geachtet, also die Stellung, in der die Kurbeln senkrecht stehen. Auch bei langsamer Trittfrequenz habe ich dort kein Ruckeln gespürt. Hörst du auf zu treten, läuft das Schwungrad weich aus und nimmt die Pedale noch ein Stück mit. Im Wiegetritt und im Sprint unter voller Last stand das Bike mit meinen 95 kg stabil auf dem Parkett.

Den Widerstand stellst du an einem Drehrad stufenlos ein. Nach rechts wird es schwerer bis zum Anschlag, nach links leichter, von ganz leicht bis ganz schwer sind es etwa zwei Umdrehungen. In der leichtesten Stellung spürst du praktisch keinen Widerstand. In der schwersten ist der Wiegetritt noch möglich, aber sehr anstrengend, und der Puls steigt schnell. Der Nachteil: Das Drehrad hat keine Skala. Eine bestimmte Einstellung findest du kaum exakt wieder, als grobe Orientierung hilft die Trittfrequenzanzeige.

Tretmann nennt bis zu 740 W Maximalwiderstand. Laut eigener Fußnote ist das hochgerechnet aus 370,8 W bei 60 U/min und kein Messwert. Angetrieben wird das Schwungrad über einen Riemen, gebremst wird es kontaktlos mit Magneten.

Wie leise ist das Tretmann Rapid?
Sehr leise. Im Raum zeigte meine Smartphone-App ca. 47 dB, beim Treten auf mittlerer Stufe mit rund 75 U/min ca. 52 dB. Die rund 5 dB mehr nehme ich kaum wahr. Mit Musik, Serie oder einer Trainings-App nebenbei hörst du das Bike praktisch nicht. Das leise Geräusch kommt allein vom Schwungrad, Tretlager und Pedale sind unauffällig. Im kalten Zustand und nach dem Warmfahren klang es gleich.

Tretmann gibt 32 dB an, gemessen in 1 m Abstand bei 50 % Widerstand und 80 U/min in einer Umgebung mit 25 dB(A). So leise ist kein Wohnzimmer, deshalb konnte ich den Wert nicht nachmessen. Für dich zählt der Unterschied zum Raum, und der ist gering. Anders als beim Laufband gibt es außerdem keine Schläge durch Schritte, die in der Etage darunter stören könnten. Für die Wohnung ist das ein klarer Vorteil.
Komfort: Ist der Sattel auch nach 50 Minuten noch bequem?
Bei mir ja. Nach 40 Minuten saß ich noch bequem, nach rund 50 Minuten habe ich die Einheit beendet. Etwas Gewöhnung braucht es am Anfang, Schmerzen oder Druckstellen hatte ich aber nicht, und die Polsterung (laut Tretmann „ActiveFoam+“) reibt nicht. Auch Knie, Rücken, Nacken und Handgelenke blieben beschwerdefrei. Weniger bequem fand ich es, die Unterarme wie auf einem Zeitfahrrad auf dem Lenker abzulegen.
Den Sattel stellst du in der Höhe, nach vorn und hinten und in der Neigung ein. Wenn du während der Fahrt nach vorn rutschst, stell die Neigung gerade, wie im Abschnitt zur Sitzposition beschrieben.

Pedale: Passen auch große Füße?
Ja. Mit Schuhgröße 46/47 passen die Pedalkörbe gut und fühlen sich natürlich an. Der Verschluss lässt sich leicht öffnen und schließen, löst sich nicht von selbst, und die Schlaufen ziehst du im Sitzen fest. Die Pedale selbst messen ca. 9,5 × 6,7 cm. Tretmann bewirbt sie als „für Socken optimiert“. Das habe ich nicht ausprobiert, ich empfehle mindestens Sportschuhe.

Flaschenhalter: Welche Flaschen passen?
Eine 0,5-l-Flasche mit 6,6 cm Durchmesser sitzt perfekt, eine 0,75-l-Flasche mit 7,5 cm wackelt minimal, eine 1,5-l-Flasche passt nicht. Überrascht hat mich mein großer Isolierbecher mit Henkel: Er sitzt fest im Halter. Das Material ist dünn, für den Alltag reicht es aber.


Wenn du den Halter tauschen willst: Die beiden Bohrungen haben ca. 6,5 cm Abstand. Das entspricht dem üblichen Lochabstand am Fahrrad (64 mm), ein normaler Fahrrad-Flaschenhalter wie der SKS Topcage sollte also passen. Ausprobiert habe ich das nicht.
Halter für Smartphone und Tablet
Mein iPhone 16 Pro und mein iPad Air liegen sicher auf der Halterung, ohne Wackeln. Schweiß ist dort bei mir nicht angekommen. Du kannst also nebenbei eine Serie schauen oder eine Trainings-App nutzen.

Display, Puls und Kalorien: Wie genau sind die Werte?
Das beleuchtete Display ist einfach zu bedienen und zeigt Zeit, Geschwindigkeit, Strecke, Kalorien und Puls. Die Trittfrequenz siehst du nur als Balken von 0 bis 125 U/min, nicht als Zahl. Eine Wattanzeige gibt es nicht. Das Display läuft laut Tretmann mit zwei AAA-Batterien, eine Steckdose brauchst du am Aufstellort also nicht.

Puls: Die Handsensoren am Lenker liefern bei mir nur mit feuchten Handflächen ein Signal. Dann lag der Wert nah an meiner Apple Watch, in einer Einheit 133 zu 138 bpm. Die Sensoren sitzen nur an einer Griffposition, mehr wären wünschenswert. Für pulsgesteuertes Training nutze ich deshalb lieber meine Uhr.

Kalorien: In meinen beiden ausgewerteten Einheiten lag das Display rund 20 % unter der Apple Watch: 559 statt 690 kcal und 447 statt 575 kcal (jeweils aktive Kalorien der Watch). Die Watch misst optisch und ist selbst kein Referenzgerät. Nimm die Kalorienanzeige des Bikes als grobe Orientierung, nicht als exakten Wert.

Funktioniert das Tretmann Rapid mit Zwift, Kinomap und FitShow?
Ja, gekoppelt habe ich alle drei Apps per Bluetooth ohne Probleme. Kinomap erkennt das Bike als „(FTMS) Tretmann Rapid“, also über den Bluetooth-Standard für Fitnessgeräte. Ich habe die Verbindung geprüft, die Apps selbst aber nicht bewertet. Laut Tretmann ist FitShow dauerhaft kostenlos, Kinomap und Zwift kosten Geld.

Zwift findet das Rapid als Leistungsquelle, Trittfrequenz, Herzfrequenz und sogar als steuerbaren Trainer. Das Bike sendet also einen Wattwert an Apps, obwohl das Display keine Watt zeigt. Wie dieser Wert entsteht und wie genau er ist, habe ich nicht geprüft. Dass Zwift den Widerstand wirklich verstellt, halte ich bei einer Magnetbremse, die du von Hand einstellst, für unwahrscheinlich. Testen konnte ich es nicht: Zum Fahren verlangt Zwift ein Abo, das 14 Tage kostenlos ist und danach Geld kostet. Ein Abo nur für einen Kopplungstest kam für mich nicht infrage.

Für die Praxis heißt das: Apps zeichnen deine Fahrt auf und zeigen Strecken oder Videos, den Widerstand stellst du weiterhin selbst am Drehrad ein.
Stabilität und Sicherheit: Wie sicher ist ein Speedbike ohne Freilauf?
Sicher genug, wenn du den Notstopp kennst. Auf meinem Parkett steht das Rapid stabil, mit den Justierfüßen gleichst du Unebenheiten aus. Auch im Wiegetritt wackelt oder rüttelt nichts.

Wie bei Speedbikes üblich hat das Rapid keinen Freilauf: Die Kurbeln drehen sich weiter, solange das Schwungrad läuft. Drückst du das Drehrad nach unten (Push-to-Stop), bremst das Bike sofort. In meinem Test aus vollem Tempo stand das Rad innerhalb von Zehntelsekunden still, ohne Zurückschlagen und ohne Ruck in Fuß oder Knie. Halte trotzdem immer erst an, bevor du absteigst.
Belastbarkeit: Tretmann nennt 200 kg maximales Nutzergewicht. Dazu gibt es zwei Prüfberichte der DEKRA vom Juni 2026 zum Belastungstest nach EN ISO 20957-1:2024, Abschnitt 5.13, einmal allgemein und einmal an Lenker und Pedal. Geprüft wurde mit 500 kg (200 kg × 2,5), beide Male bestanden. Das sind Prüfberichte zu diesem einen Normabschnitt, keine Zertifizierung des ganzen Geräts. Meine gedruckte Anleitung nannte noch 150 kg. Laut Tretmann war das eine alte Fassung, die inzwischen korrigiert ist. Ich wiege 95 kg, die 200 kg kann ich selbst nicht prüfen.
Kinder: Bei tiefster Einstellung kommen Kinder ab etwa 1,30 m an die Pedale. Das Rapid ist aber ein Gerät für Erwachsene, Tretmann nennt 1,55 m als Mindestgröße. Wegen der mitlaufenden Kurbeln dürfen Kinder nur unter Aufsicht darauf.
Transport und Platz: Wie gut lässt sich das Bike verschieben?
Kurze Strecken klappen gut, aber du musst das Bike deutlich kippen. Ich habe es allein neben das Sofa gerollt: seitlich hinstellen, mit einer Hand den Lenker halten, mit der anderen den Sattel von unten greifen und anheben, bis das Bike nach vorn kippt und die Rollen den Boden berühren. Dann steht es gut im Gleichgewicht und lässt sich über Parkett und Teppich lenken. Die Anleitung sieht zum Bewegen zwei Personen vor.

Klappen oder zerlegen lässt sich das Rapid nicht. Es braucht dauerhaft einen festen Platz. Die Standfüße stehen auf ca. 92 × 52 cm, die Gesamtlänge liegt bei ca. 107 cm. Plan für die Stellfläche lieber rund 110 × 60 cm ein, damit du bequem auf- und absteigen kannst.
Pflege: Was tun gegen Schweiß auf dem Boden?
Ich schwitze beim Speedbike viel, auch auf den Boden. Eine Unterlage empfiehlt auch die Anleitung, ein Handtuch ist sinnvoll.

Eine Bodenschutzmatte habe ich nicht getestet. Wenn du eine suchst: Die HAPBEAR Bodenschutzmatte* ist 152 × 76 cm groß, 6 mm dick und laut Hersteller rutschfest, schalldämmend und schweißresistent. Von der Größe her passt sie zur Stellfläche des Rapid. Das ist ein Hinweis, keine Testempfehlung.
Die Anleitung hat ein eigenes Wartungskapitel. Nach jedem Training wischst du Schweiß an Rahmen, Lenker, Sattel, Pedalen und Schwungrad mit einem weichen Tuch und mildem Reiniger ab. Einmal pro Woche prüfst du, ob Sattel, Lenker, Pedale und Standfüße fest sitzen und ob der Notstopp funktioniert. Die Griffe aus hartem Kunststoff lassen sich gut mit Wasser abwischen. Von außen habe ich die Kurbeln auf Spiel geprüft: Nichts wackelt, alles sitzt fest.
* Werbung: Affiliate-Link. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.
Warum ist das Tretmann Rapid so günstig?
Gespart wird an Ausstattung und Schwungmasse, nicht an Stabilität und Verarbeitung. Das Rapid kostet 259,99 € und wird derzeit nur über Amazon verkauft (Stand 05.11.2026). Bei Amazon kann es befristete Angebote geben, danach gilt laut Tretmann wieder 259,99 €. Bei diesem Preis liegt die Frage nahe, woran gespart wird. Drei Punkte sehe ich, als Einordnung und nicht als Beleg:
- Schwungmasse: 5,5 kg statt der marktüblichen 12 bis 22 kg sparen Material. Im Fahrgefühl habe ich dafür keinen Nachteil bemerkt, auch nicht im Sprint und im Wiegetritt.
- Ausstattung: keine Wattanzeige am Display, keine Skala am Drehrad, die Magnetbremse stellst du von Hand ein.
- Vertrieb: Tretmann verkauft derzeit nur über Amazon, ohne stationären Handel. Das spart typischerweise Handelsmargen.
Verarbeitung und Material haben mich nicht enttäuscht: Griffe aus hartem Kunststoff, ein gut verarbeiteter Pedalkorb-Verschluss, Sattel- und Lenkerklemmung sitzen nach dem Festziehen bombenfest, die Schrauben passen genau, und die Anleitung ist vorbildlich. Tretmann selbst sagt, man wolle zu den günstigsten Anbietern gehören und beim Preis-Leistungs-Verhältnis vorne liegen. Es gehe um einen realistischen Preis, nicht nur um Gewinn (Herstellerangabe aus einem Telefonat).
Meine Einordnung: Was fehlt, merkst du vor allem, wenn du nach Watt trainieren oder eine Widerstandseinstellung exakt wiederfinden willst. Im Alltag zeigt das Rapid dafür keine nennenswerten Schwächen: Es läuft ruhig, steht fest und ist sauber verarbeitet.
Prüfsiegel DVN:1810
Tretmann wirbt außerdem mit dem Siegel „Geprüfte Qualität DVN:1810“ des Deutschen Instituts für Verbraucherschutz (IfV). Das Prüfprofil „Speedbike Rapid“ ist online abrufbar. Welche Kriterien geprüft wurden und wie, steht dort nicht. Ich nenne das Siegel deshalb als Herstellerangabe, nicht als Testergebnis.
Garantie, Rückgabe und Service
Tretmann gibt schriftlich 3 Jahre Garantie auf das Rapid. Die 7 Jahre, die an anderer Stelle auf der Produktseite stehen, gelten laut Tretmann derzeit nicht für das Speedbike. Dazu kommen ein 100-Tage-Rückgaberecht für alle Geräte und zusätzlich ein „30-Tage-Versprechen: bessere Kondition oder Geld zurück“. Ob die 100 Tage auch beim Kauf über Amazon gelten, kläre ich gerade mit Tretmann und ergänze die Antwort hier. Lies die Bedingungen vor dem Kauf trotzdem selbst nach.
Den Service habe ich ausprobiert: An einem Tag habe ich die Hotline zweimal angerufen und beide Male nur die Ansage „alle Leitungen belegt“ gehört. Am selben Abend kam aber ein Rückruf von Tretmann, der meine Fragen beantwortet hat.
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Speedbike, Laufband oder Walking Pad: Was passt zu wem?
Kurz gesagt: Das Speedbike passt zu dir, wenn du in kurzer Zeit intensiv und leise trainieren willst. Ein Walking Pad passt, wenn du im Alltag und im Homeoffice mehr gehen willst. Ein Laufband passt, wenn du gehen und joggen willst und der Trittschall kein Problem ist. Ich habe alle drei Gerätearten zuhause getestet. Die Übersicht ist meine Einordnung aus diesen Tests, keine Messung im direkten Vergleich.
| Kriterium | Speedbike (z. B. Tretmann Rapid) | Walking Pad | Laufband |
|---|---|---|---|
| Bewegung | Radfahren im Sitzen und im Stehen | Gehen | Gehen und Joggen |
| Intensität | hoch möglich, auch in kurzer Zeit | niedrig, dafür lange Dauer | mittel bis hoch |
| Wohnung und Nachbarn | leise, keine Schläge durch Schritte | leise, Schritte sind spürbar | Trittschall beim Joggen |
| Platz | fester Stellplatz, nicht klappbar | oft flach unter Sofa oder Bett verstaubar | größte Stellfläche, teils klappbar |
| Homeoffice | nein | ja, unter dem Stehschreibtisch | eher nein |
| Sicherheit | kein Freilauf, Notstopp nutzen | bewegtes Band, langsames Tempo | bewegtes Band, höheres Tempo |
Wohnung: Wenn unter dir jemand wohnt, ist das Speedbike die ruhigste Wahl. Beim Rapid lag meine Messung nur etwa 5 dB über der Raumlautstärke, und es gibt keine Schläge durch Schritte. Beim Laufband sind es vor allem die Schritte beim Joggen, die man in der Etage darunter hören kann.
Gelenke und Gleichgewicht: Beim Radfahren trägt der Sattel einen großen Teil deines Gewichts, und beim Treten entsteht keine Stoßbelastung wie beim Aufsetzen des Fußes. Deshalb gilt Radfahren allgemein als gelenkschonend. Auf dem Speedbike sitzt du fest und hältst dich am Lenker, auf Laufband und Walking Pad gehst du auf einem bewegten Band. Das Rapid hat allerdings eine sportlich nach vorn geneigte Sitzposition. Wenn du wegen Rücken oder Gelenken lieber aufrecht sitzt, ist es nicht das richtige Gerät. Bei gesundheitlichen Einschränkungen klär bitte vorher ärztlich ab, welches Training für dich passt.
Trainingseffekt: Auf dem Speedbike war ich nach rund 50 Minuten richtig platt. Es eignet sich für intensive Einheiten und Intervalle. Ein Walking Pad bringt dagegen mehr Bewegung in den Alltag, etwa während der Arbeit. Ein Laufband liegt dazwischen, je nachdem, ob du gehst oder läufst.
Meine Tests zu Walking Pads und Laufbändern
- Tretmann Walking Pad: günstiges Walking Pad bis 6 km/h mit Neigung, gut fürs Homeoffice am Stehschreibtisch, hochkant oder unter Sofa und Bett verstaubar.
- Kuipers K1: Walking Pad mit Echtholz-Rahmen für Homeoffice und Wohnraum, bis 6 km/h, zum Gehen und nicht zum Joggen.
- Kuipers R4: kompaktes Einstiegsgerät zum Joggen mit Walking-Funktion, bis 12 km/h, ohne Steigung.
- Kuipers R2: klappbares Laufband zum Gehen und lockeren Joggen, bis 12 km/h, mit drei manuellen Steigungsstufen.
- Moov Walk, Walk Plus und Run: Vorstellung der Serie, diese Geräte habe ich noch nicht getestet.
Für wen lohnt sich das Tretmann Rapid?
Für Einsteiger, die zuhause mit Ausdauertraining anfangen wollen und dafür kein großes Budget ausgeben möchten. Reicht ein Speedbike für rund 260 €, oder brauchst du ein teureres? Für den Anfang reicht es nach meinem Test definitiv.
Das Rapid passt zu dir, wenn du
- als Einsteiger mit kleinem Budget anfangen willst,
- in der Wohnung leise trainieren musst, auch abends,
- als Läufer oder Radfahrer im Winter ein Ausweichtraining suchst,
- abnehmen oder etwas für deine Fitness tun willst,
- nach Puls und Gefühl trainierst und keine Wattsteuerung brauchst.
Eher nicht das richtige Gerät ist es, wenn du
- nach Watt trainieren willst,
- einen Widerstand brauchst, den du exakt wieder einstellen kannst,
- wegen Rücken oder Gelenken lieber aufrecht sitzt.
Zwei Sachhinweise: Wenn du sehr lange Beine hast, vergleich vor dem Kauf deine Innenbeinlänge mit dem Verstellbereich (ca. 71,5 bis 99,5 cm, Sattel bis Pedal unten). Und für Kinder ist das Rapid kein Sportgerät, höchstens unter Aufsicht.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile
- sehr leise: beim Treten nur etwa 5 dB über der Raumlautstärke
- kein Ruckeln am toten Punkt trotz 5,5 kg Schwungmasse
- stabil, auch im Wiegetritt mit 95 kg
- Notstopp per Druck auf das Drehrad, sofortiger Stillstand
- bequemer Sattel, auch nach 50 Minuten
- vorbildliche Anleitung, Aufbau allein in rund 45 Minuten
- Bluetooth-Kopplung mit FitShow, Kinomap und Zwift
- günstiger Preis bei sauberer Verarbeitung
Nachteile
- keine Wattanzeige am Display
- keine Skala am Widerstandsdrehrad
- Trittfrequenz nur als Balken
- Pulssensoren nur mit feuchten Händen und an einer Griffposition
- Kalorienanzeige rund 20 % unter meiner Apple Watch
- zum Verschieben deutlich kippen, nicht klappbar
- Widerstand nicht per App steuerbar
Fazit: Lohnt sich das Tretmann Rapid Speedbike?
Ja. Für Einsteiger ist das Tretmann Rapid eine klare Kaufempfehlung. Für 259,99 € bekommst du ein leises, stabiles Speedbike ohne nennenswerte Schwächen im Alltag. Mit dem Geld machst du wirklich nichts kaputt.
Am meisten überrascht hat mich, wie ruhig es läuft: Beim Treten lag meine Messung nur etwa 5 dB über der Raumlautstärke, das Geräusch kommt allein vom Schwungrad. Trotz nur 5,5 kg Schwungmasse habe ich am toten Punkt kein Ruckeln gespürt, und auch im Wiegetritt steht das Bike mit meinen 95 kg fest. Die Anleitung ist vorbildlich, den Aufbau schaffst du allein. Und ehrlich: Nach meinen ersten Einheiten auf einem Speedbike war ich richtig platt und habe viel geschwitzt. Als Ausgleich ist das fantastisch.
Die Schwächen solltest du trotzdem kennen: Das Display zeigt keine Watt, das Widerstandsdrehrad hat keine Skala, und die Trittfrequenz siehst du nur als Balken. Die Pulssensoren funktionieren nur mit feuchten Händen. Die Kalorienanzeige lag in meinen Einheiten rund 20 % unter meiner Apple Watch, die selbst kein Referenzgerät ist. Und zum Verschieben musst du das Bike deutlich nach vorn kippen.
Nicht das richtige Gerät ist das Rapid, wenn du nach Watt trainieren willst, einen exakt reproduzierbaren Widerstand brauchst oder wegen Rücken oder Gelenken lieber aufrecht sitzt.
Für alle anderen, die zuhause mit Ausdauertraining anfangen wollen, ist das Rapid ein solider Einstieg: in der Wohnung, als Ausweichtraining im Winter oder zum Abnehmen.

Das Bike steht seit mehreren Wochen in unserem Wohnzimmer. In dieser Zeit sind wir drei Trainingseinheiten darauf gefahren und haben es an weiteren Terminen ohne Training gemessen und geprüft. Zur Langlebigkeit kann ich nach dieser Zeit noch nichts sagen. Kommen weitere Einheiten dazu, ergänze ich den Bericht.
* Werbung: Affiliate-Link. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.
Häufige Fragen zum Tretmann Rapid Speedbike
Ist das Tretmann Rapid Speedbike gut?
Für Einsteiger ja. Im Test war das Tretmann Rapid leise, stabil und sauber verarbeitet. Schwächen sind die fehlende Wattanzeige, die fehlende Skala am Widerstandsdrehrad und Pulssensoren, die nur mit feuchten Händen funktionieren.
Wie laut ist das Tretmann Rapid?
Sehr leise. In meinem Wohnzimmer zeigte eine Smartphone-App ca. 47 dB Raumpegel und ca. 52 dB beim Treten mit rund 75 U/min. Tretmann gibt 32 dB an, gemessen bei 25 dB(A) Umgebungspegel, das lässt sich zuhause nicht nachmessen.
Hat das Tretmann Rapid eine Wattanzeige?
Nein, das Display zeigt keine Watt. Zwift erkennt das Bike aber als Leistungsquelle, es sendet also einen Wattwert an Apps. Wie genau dieser Wert ist, habe ich nicht geprüft.
Kann Zwift den Widerstand des Tretmann Rapid steuern?
Das ist nicht belegt. Zwift listet das Rapid zwar als steuerbaren Trainer, den Widerstand stellst du aber von Hand an einer Magnetbremse ein. Getestet habe ich es nicht, weil Zwift zum Fahren ein Abo verlangt.
Wie schwer darf man auf dem Tretmann Rapid sein?
Tretmann nennt 200 kg maximales Nutzergewicht. Zwei DEKRA-Prüfberichte belegen einen bestandenen Belastungstest mit 500 kg Prüflast nach EN ISO 20957-1:2024, Abschnitt 5.13. Ich wiege 95 kg, das Bike stand auch im Wiegetritt stabil.
Für welche Körpergröße ist das Tretmann Rapid geeignet?
Tretmann nennt 1,55 bis 2,10 m. Durch Tests bis 2,10 m ist das laut Hersteller nicht belegt, der größte bekannte Fall war 2,03 m. Maßgeblich ist die Innenbeinlänge. Der Sattel lässt sich von ca. 71,5 bis 99,5 cm (Sattel bis Pedal unten) einstellen. Ich fahre mit 1,90 m und 90 cm Innenbeinlänge auf Stufe 9.
Wie lange dauert der Aufbau des Tretmann Rapid?
Tretmann nennt ca. 15 Minuten. Ich habe mir Zeit gelassen und war nach rund 45 Minuten fertig, komplett allein und nur mit dem mitgelieferten Werkzeug. Rahmen, Schwungrad und Antrieb kommen vormontiert.
Wie viel Platz braucht das Tretmann Rapid?
Die Standfüße stehen auf ca. 92 × 52 cm, aufgebaut ist das Bike ca. 107 cm lang und 125 cm hoch. Plan rund 110 × 60 cm Stellfläche ein. Klappen lässt sich das Rapid nicht.
Hat das Tretmann Rapid einen Freilauf?
Nein. Wie bei Speedbikes üblich drehen sich die Kurbeln mit, solange das Schwungrad läuft. Ein Druck auf das Drehrad (Push-to-Stop) bremst das Rad sofort ab.
Reichen 5,5 kg Schwungmasse?
Im Test ja. Trotz der im Vergleich leichten 5,5 kg habe ich am toten Punkt kein Ruckeln gespürt, auch nicht im Sprint und im Wiegetritt.
Kann man das Tretmann Rapid mit Socken fahren?
Tretmann bewirbt die Pedale als „für Socken optimiert“. Ich habe das nicht ausprobiert und empfehle mindestens Sportschuhe. Die Pedalkörbe passen auch bei Schuhgröße 46/47.
Wie lange gilt die Garantie beim Tretmann Rapid?
Laut Tretmann 3 Jahre. Dazu kommen ein 100-Tage-Rückgaberecht und ein zusätzliches 30-Tage-Versprechen. Ob die 100 Tage auch beim Kauf über Amazon gelten, kläre ich noch mit Tretmann.
Wo kann man das Tretmann Rapid kaufen?
Derzeit nur über Amazon, zum Preis von 259,99 € (Stand 05.11.2026). Bei Amazon kann es befristete Angebote geben.
Ist das Tretmann Rapid für Kinder geeignet?
Nein. Es ist ein Sportgerät für Erwachsene ab 1,55 m. Kinder ab etwa 1,30 m kommen zwar an die Pedale, wegen der mitlaufenden Kurbeln aber nur unter Aufsicht.
Speedbike oder Walking Pad: Was ist besser für die Wohnung?
Beides ist leise. Das Speedbike eignet sich für intensives Training in kurzer Zeit, ein Walking Pad für mehr Bewegung im Alltag und im Homeoffice. Auf einem Speedbike kannst du nicht am Schreibtisch arbeiten.